Vergleich

KeywordTool.io Alternative: kostenlos und ohne Konto

KeywordTool.io und Traffic Check arbeiten nach einem ähnlichen Grundprinzip: Beide sammeln Vorschläge aus Autocomplete-Funktionen und machen daraus Keyword-Listen. Der Unterschied liegt im Umfang, im Zugang und in den Zusatzdaten. Dieser Vergleich hilft dir zu entscheiden, welches Werkzeug zu deiner Aufgabe passt.

Von Stephan Czaja, SEO-Berater
· 9 Min. Lesezeit

Was macht KeywordTool.io grundsätzlich?

KeywordTool.io ist ein Keyword-Recherche-Werkzeug, das nach eigener Darstellung Vorschläge aus den Autocomplete-Funktionen verschiedener Plattformen sammelt. Du gibst einen Begriff ein, wählst Sprache und Land und bekommst eine lange Liste von Suchanfragen, die mit deinem Begriff beginnen oder ihn enthalten. Das Prinzip ist bewährt: Autocomplete-Vorschläge zeigen, wie echte Menschen ihre Fragen formulieren.

Für Suchmaschinen-Optimierung ist das ein sinnvoller Einstieg, weil du Formulierungen findest, auf die du allein nie gekommen wärst. Wie bei jedem Online-Dienst können sich Funktionsumfang, Datenquellen und Zugangsregeln mit der Zeit ändern. Prüfe deshalb die aktuellen Angaben direkt beim Anbieter, bevor du eine Entscheidung triffst.

Wichtig für den Vergleich: Ob zusätzliche Kennzahlen wie Suchvolumen oder Klickpreise angezeigt werden und in welchem Umfang, hängt vom jeweiligen Angebot ab. Solche Zahlen stammen immer aus Schätzungen oder aus Werbeprogrammen und sollten als Richtwerte gelesen werden, nicht als exakte Messung.

Was macht Traffic Check?

Traffic Check ist ein kostenloses Keyword-Ideen-Tool auf Basis von Google Autocomplete. Du gibst ein Thema ein, das Tool ergänzt es nacheinander um Buchstaben, Fragewörter und Verbindungswörter und sammelt, was Google dazu vorschlägt. Doppelte Einträge werden entfernt. Die Ergebnisse kannst du filtern, sortieren, kopieren oder als CSV herunterladen.

Traffic Check nutzt standardmäßig Google Autocomplete, optional auch die Vorschläge von YouTube, Amazon, Bing und eBay. Etsy und App Store sind nicht abgedeckt. Das Tool zeigt auch kein Suchvolumen, keine Klickpreise, keine Rankings und keine Wettbewerbsdaten. Es liefert Ideen, keine Prognosen. Ohne Konto kannst du einmal pro Tag suchen, mit kostenlosem Konto dreimal. Die Suche läuft mit Deutsch oder Englisch.

Dazu kommen fertige Listen für über 100 Branchen. Unter Branchen-Keywords findest du Fragen und Suchformulierungen, die du ohne eigene Suche nutzen kannst, etwa für Handwerker, Ärzte oder Restaurants.

Wo sich beide Werkzeuge ähneln

Beide Werkzeuge beantworten dieselbe Grundfrage: Welche Formulierungen tippen Menschen zu meinem Thema in eine Suchmaschine? Das Ergebnis ist in beiden Fällen eine große Liste, die du anschließend selbst bewerten musst. Kein Werkzeug nimmt dir die Entscheidung ab, welche Begriffe zu deinem Angebot passen.

  • Beide gehen von einem Startbegriff aus und erweitern ihn automatisch.
  • Beide liefern Long-Tail-Ideen, also längere und konkretere Suchanfragen.
  • Beide eignen sich für die erste Phase der Recherche, bevor du Zahlen prüfst.
  • Bei beiden gilt: Die Qualität der Liste hängt stark vom Startbegriff ab.

Wenn du noch am Anfang stehst, lies zuerst die Anleitung zur Keyword-Recherche. Sie zeigt, in welcher Reihenfolge Ideen, Zahlen und Inhalte zusammenpassen.

Wo sie sich unterscheiden

Der wichtigste Unterschied ist die Breite der Quellen. Ein Werkzeug, das mehrere Plattformen abfragt, hilft dir, wenn du nicht nur für Google, sondern auch für Videoplattformen oder Online-Marktplätze Ideen suchst. Traffic Check bleibt bewusst bei Google. Das macht die Ergebnisse einheitlicher, aber auch schmaler.

Der zweite Unterschied ist der Zugang. Traffic Check braucht kein Konto für die erste Suche und kostet nichts. Dafür ist die Zahl der Suchen pro Tag klein. Wer täglich viele Begriffe recherchiert, stößt hier an eine Grenze. Wie Konditionen bei anderen Anbietern aussehen, prüfst du am besten selbst. Preise und Umfang ändern sich, prüfe die Angaben beim Anbieter.

Der dritte Unterschied betrifft Zusatzdaten. Traffic Check zeigt nur die Begriffe selbst. Wer zu jedem Begriff Zahlen sehen möchte, braucht ein zweites Werkzeug oder ein Angebot mit eingebauten Kennzahlen.

Für wen passt Traffic Check besser?

Traffic Check passt, wenn du schnell und ohne Anmeldung Ideen für Inhalte brauchst und die Zielgruppe bei Google sucht. Das gilt für die meisten Websites in Deutschland, besonders für lokale Unternehmen, kleine Shops, Blogger und Selbstständige.

  • Du willst eine Themenliste für die nächsten Blogartikel, ohne ein Abo abzuschließen.
  • Du brauchst Fragen deiner Kunden für eine FAQ-Seite oder Leistungsseiten.
  • Du arbeitest in einer Branche, für die es fertige Listen gibt, und willst sofort starten.
  • Du möchtest die Ergebnisse als CSV in eine Tabelle übernehmen und dort selbst gruppieren.
  • Du prüfst Zahlen ohnehin mit dem kostenlosen Keyword Planner von Google Ads oder mit der Search Console.

Auch als Ergänzung ist Traffic Check nützlich: Wer bereits ein anderes Werkzeug nutzt, kann hier gegenprüfen, welche Formulierungen Google selbst vorschlägt, und die Listen vergleichen. Eine Anleitung zu Google Autocomplete erklärt, wie die Vorschläge zustande kommen.

Für wen passt eher ein anderes Werkzeug?

Ehrlich gesagt gibt es Aufgaben, bei denen Traffic Check nicht ausreicht. Dazu zählt alles, was Zahlen oder mehrere Plattformen braucht.

  • Du optimierst Videos oder Produktlisten für andere Plattformen als Google und brauchst deren Vorschläge.
  • Du willst Suchvolumen oder Klickpreise direkt neben jedem Begriff sehen.
  • Du recherchierst täglich sehr viele Begriffe und brauchst große Mengen in kurzer Zeit.
  • Du arbeitest im Team und möchtest gemeinsame Projekte mit festen Rollen.
  • Du brauchst Rankings, Wettbewerbsvergleiche oder Backlink-Daten.

In diesen Fällen lohnt sich ein Blick auf den Funktionsumfang von KeywordTool.io oder anderen Anbietern. Welche dieser Punkte ein Dienst aktuell abdeckt, steht auf der Seite des Anbieters. Preise und Umfang ändern sich, prüfe die Angaben beim Anbieter.

Mini-Vergleich im Überblick

Die folgende Liste fasst die Unterschiede in Stichpunkten zusammen. Sie beschreibt Grundprinzipien, keine exakten Zahlen.

  • Datenquelle bei Traffic Check: standardmäßig Google Autocomplete, optional YouTube, Amazon, Bing und eBay. KeywordTool.io: nach eigener Darstellung mehrere Plattformen, Details beim Anbieter.
  • Zugang bei Traffic Check: erste Suche ohne Konto, mehr Suchen mit kostenlosem Konto. KeywordTool.io: Konditionen beim Anbieter prüfen.
  • Kennzahlen bei Traffic Check: keine. Ob und welche Zahlen KeywordTool.io zeigt, steht beim Anbieter.
  • Branchenlisten bei Traffic Check: über 100 fertige Seiten. Bei KeywordTool.io: Angebot beim Anbieter prüfen.
  • Export bei Traffic Check: Kopieren und CSV. Weitere Exportformate anderer Anbieter: beim Anbieter prüfen.
  • Sprachen bei Traffic Check: Deutsch und Englisch.

Diese Liste ersetzt keine eigene Prüfung. Ruf beide Werkzeuge mit demselben Begriff auf und vergleiche, welche Ergebnisse für dein Projekt nützlicher sind.

So testest du beide Werkzeuge fair

Ein Vergleich nach Bauchgefühl führt schnell in die Irre. Mit einem kleinen Test bekommst du eine belastbare Antwort in einer halben Stunde.

  1. Wähle einen Begriff, der zu deinem Angebot passt, zum Beispiel „zahnarzt“ oder „gartenpflege“.
  2. Starte dieselbe Suche in beiden Werkzeugen mit gleicher Sprache und gleichem Land.
  3. Exportiere beide Listen und lege sie in einer Tabelle nebeneinander.
  4. Markiere alle Begriffe, die du wirklich für eine Seite oder einen Artikel nutzen würdest.
  5. Zähle, wie viele Treffer aus jeder Liste kommen und wie viele nur in einer Liste stehen.

Starte mit der Suche im Keyword-Tool und nimm dir den Begriff, mit dem du dich am besten auskennst. So erkennst du sofort, ob die Vorschläge zur Sprache deiner Kunden passen.

Entscheidungshilfe: Welches Werkzeug für welche Aufgabe?

Stell dir drei Fragen. Erstens: Suchen meine Kunden vor allem bei Google? Wenn ja, deckt Traffic Check den Kern ab. Zweitens: Brauche ich Zahlen zu jedem Begriff? Wenn ja, kombinierst du die Ideenliste mit einem Zahlen-Werkzeug oder wählst ein Angebot mit Kennzahlen. Drittens: Wie oft recherchiere ich? Bei gelegentlicher Recherche reichen die kostenlosen Suchen, bei täglicher Arbeit lohnt sich ein größeres Angebot.

Beide Wege können sich ergänzen. Viele Profis starten mit einer kostenlosen Ideensuche, filtern grob vor und prüfen nur die aussichtsreichen Begriffe mit Zahlen. Das spart Zeit und verhindert, dass du Daten zu Begriffen sammelst, die ohnehin nicht zu deinem Angebot passen. Wie du lange Suchanfragen gezielt auswählst, zeigt der Artikel über Long-Tail-Keywords.

Aktionsplan für die nächsten zwei Wochen

  1. Tag 1: Lege fest, welche drei Themen dein Angebot am besten beschreiben.
  2. Tag 2: Suche zu jedem Thema im Keyword-Tool und speichere die Listen als CSV.
  3. Tag 3: Rufe die passende Seite unter Branchen-Keywords auf und ergänze Fragen, die dir noch fehlen.
  4. Woche 2: Teste auf Wunsch ein zweites Werkzeug mit denselben Begriffen und vergleiche die Listen nach der Methode oben.
  5. Ende Woche 2: Entscheide anhand der markierten Begriffe, ob die kostenlose Lösung reicht oder ob du Zahlen oder weitere Plattformen brauchst.

Wie du die Liste danach sortierst, zeigt der Artikel Keyword-Liste strukturieren. Einzelne Fachbegriffe erklärt das Glossar.

Häufige Fragen

Ist Traffic Check eine kostenlose Alternative zu KeywordTool.io?

Traffic Check ist kostenlos und liefert Keyword-Ideen aus Google Autocomplete. Der Funktionsumfang ist kleiner: Es gibt nur wenige Quellen (Google, YouTube, Amazon, Bing, eBay) und keine Kennzahlen. Für die Ideensuche reicht das oft, für Zahlen oder weitere Plattformen nicht.

Brauche ich ein Konto für Traffic Check?

Nein. Eine Suche pro Tag ist ohne Konto möglich. Mit einem kostenlosen Konto sind es drei Suchen pro Tag, und du kannst Listen speichern.

Zeigt Traffic Check Suchvolumen an?

Nein. Das Tool zeigt keine Suchvolumen, Klickpreise oder Rankings. Wer Zahlen braucht, kann die Ideen in den Keyword Planner von Google Ads oder in die Search Console übertragen.

Kann ich die Ergebnisse exportieren?

Ja. Du kannst die Liste kopieren oder als CSV-Datei herunterladen und in einer Tabellenkalkulation weiterbearbeiten.

Welche Plattformen nutzt Traffic Check?

Standardmäßig Google Autocomplete, optional die Vorschläge von YouTube, Amazon, Bing und eBay. Für Etsy und den App Store gibt es keine eigenen Vorschläge. Wenn du dafür oder für Zahlen optimierst, brauchst du eine andere Quelle.

Soll ich beide Werkzeuge gleichzeitig nutzen?

Das kann sinnvoll sein. Eine kostenlose Ideensuche liefert den Rohstoff, ein zweites Werkzeug kann Zahlen oder weitere Quellen ergänzen. Prüfe die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters, bevor du dich festlegst.

Für welche Branchen gibt es fertige Listen?

Für über 100 Branchen, zum Beispiel Handwerk, Gesundheit, Gastronomie und Dienstleistungen. Die Übersicht findest du unter Branchen-Keywords.

Quellen